Wandertouren auf Madeira

Aktualisiert: Juli 9

Die Blumeninsel Madeira ist ein Wanderparadies




Da es immer wieder neue Orte und Wanderwege zu entdecken gibt, stelle ich Euch meine Favoriten einmal vor.


Sehr zu empfehlen ist der Rother Wanderführer von Madeira mit den schönsten Levada- und Bergwanderungen.



Wandertour Lambada da Ponta do Sol (Rother Wanderführer Nummer 12)


Für uns sehr bequem, da wir die Wanderung vom Hotel aus starten konnten. Es handelt sich hierbei um einen reizvollen Rundweg auf zwei Levadas (die Wasserstraßen von Madeira) durch das Tal der Ribeira da Ponta do Sol.

Vom Startpunkt des Hotels Estalagem Ponta do Sol waren wir 3,5 Stunden unterwegs. Wenn man nicht vom Hotel aus starten möchte, dann ist der Startpunkt Solar dos Esmeraldos angegeben, hier steht das Herrenhaus Solar dos Esmeraldos und von hier aus sind es ca. 110 Höhenmeter.











Diese Strecke ist eine schwarze Wandertour, da es für nicht schwindelfreie doch immer einmal wieder Passagen gibt, die es zu überwinden gilt. Zu Beginn gibt es einen recht steilen Anstieg bis zu Levada Nova. Der Wanderweg ist mit Stahlseilen gesichert, es gibt aber immer wieder Abschnitte, wo diese fehlen oder vom Steinschlag weggehauen wurden.



Auf dieser Tour durchquert man einen 200 Meter langen Tunnel (das Mitnehmen einer Taschenlampe ist nicht verkehrt), ein Wasserfall stürzt spektakulär auf das Levadamäuerchen.




Dann steigt man knappe 10 Minuten später auf einer gesicherten Treppe zur 30 Hm tiefer gelegenen Levada do Moinho ab.





Wanderung zur Ponta de Sao Lourenco, der Ostspitze von Madeira.


Diese Wanderung durch das Naturschutzgebiet startet an der Baia da Abra und dauert ca. 3 - 4 Stunden mit 400 bis 500 Metern Höhenunterschied.


Man wandert auf gut ausgebauten Fels- und Treppenwegen (die Tour findet man im Rother-Wanderführer unter der Tour 14).











Diese Wanderung ist sehr beliebt, spätestens morgens um 9.00 Uhr sollte man sich am Großparkplatz befinden.




Die Landschaft ist von bizarren Felsen und Steppenvegetation geprägt. Diese Ostspitze erscheint einem wie eine andere Welt und gehört, zumindest bei gutem Wetter, fast schon zum Pflichtprogramm. Der hier gewonnene Eindruck passt eigentlich so gar nicht zur immergrünen Blumeninsel. Hier kann man erkennen, wie Lavaströme die Felsen herunter gekrochen sind.


Belohnen kann man sich in einer von Dattelpalmen gesäumten Snackbar, der Casa do Sardinha, mit Getränken und Snacks. Diese Casa sticht förmlich wie eine Oase aus der rostroten bis currygelb eingefärbten Landschaft heraus.



Von hier aus gibt es noch die Möglichkeit, einen 45-minütigen Abstecher auf den nächsten Gipfel zu klettern, auf den 164 m hohen Ponta do Furado. Belohnt wird man mit einer fantastischen Aussicht bis zur Nachbarinsel Porto Santo.




Badeliebhaber sollten die Badesachen nicht vergessen.






Wanderung in die Lorbeerwälder von Ribeiro Frio auf die Hochebene Feiteiras de Baixo, 1170 m


Ca. 2,5 Stunden geht dieser Rundweg (Tour 41 im Rother Wanderführer). Dieser Rundweg steht zwar im Schatten der Wanderung nach Portela, hat aber den Vorteil, dass er viel weniger begangen wird.


Man wandert an der Levada do Furado bis zur Hochebene über teils sehr schmalen Pfaden. Bei gutem Wetter hat man fantastische Aussichten auf Madeiras höchste Gipfel. Der Höhenunterschied beträgt gut 300 m.




Der Aufstieg ist auf ziemliche steilen Pfaden, diese sind meist ganzjährig feucht und stellenweise rutschig und mitunter etwas verwachsen, dafür ist die Schwindelgefahr niedrig bis mittel.


Wo ist der Weg?





Die Vegetation ist schon fast mystisch und einfach nur wunderschön.





Wanderung Pinaculo und Bica da Cana, 1620 m


Auf dieser Tour (Tour 50 im Rother Wanderführer) bietet sich eine fantastische Aussicht über das Hochland von Paul da Serra.



Der Ausgangspunkt liegt am Bica da Cana, 1550 m. Am Ortsschild Bica da Cana kann man an einer zu einer Berghütte gesperrten Zufahrt parken.


Die Bica da Cana ist nach dem Pico Ruivo do Paul zwar nur der zweithöchste Panoramagipfel im Hochland, aber die Aussicht ist genauso atemberaubend schön.


Spannend und abenteuerlich ist ein Abstecher zum Pinaculo, ein Levadaweg führt an einer immer feuchten Felswand entlang, Erfrischung ist garantiert!




Die Pfade sind teilweise recht abenteuerlich!


Auf dieser Wanderung ist man gut 2 Stunden unterwegs, der Höhenunterschied beträgt 170 m.




Wanderung von der Boca da Corrida zur Boca da Engumeada, 1007 m




Diese Wanderung (Tour 36 im Rother Wanderführer) ist mein Favorit. Es ist eine Passwanderung auf einem alten Königsweg am Fuß des Pico Grande. Ca. 4 Stunden ist man unterwegs mit 640 m im Abstieg und 410 m im Aufstieg. Der Nachteil ist: es handelt sich nicht um einen Rundweg. Wir haben uns vom Hotel aus hinbringen und abholen lassen, was sehr vorteilhaft war.




Der Encumeada-Pass ist das Nadelöhr zwischen der Süd- und Nordseite der Insel. Bevor es hier eine Straße gab, war der alte Königsweg einer der wichtigsten Passübergänge. Heute können wir diesen Verbindungsweg mit wunderbaren Aussichtspunkten genießen.

Jetzt im Juni blüht der Ginster, traumhaft schöne Hänge passiert man auf dieser Wanderung.


Als Ausgangspunkt nimmt man den Parkplatz am Forsthaus Boca da Corrida, 1245 m.




Die Landschaft ändert sich auch immer wieder, vorbei geht es durch Lorbeer- und Eukalyptuswälder.




Am Ende der Tour gibt es eine Snackbar Encumeada.