• birgit scharnhorst

Namib Naukluftpark - Sossusvlei und Deadvlei

Aktualisiert: 7. Nov 2020

Dieses landschaftliche Highlight in Namibia ist ein Etappenziel während unseres Roadtrips durch Namibia und Südafrika

Namib Naukluft Nationalpark

Namib Naukluft Nationalpark


Angekommen im Sesriem-Camp fahren wir zum Sesriem-Canyon. Beim Canyon hat sich der Tsauchab bis zu 30 Meter tief in das Geröll gegraben. Die frühen Siedler mussten sechs Ochsenriemen zusammenbinden (Afrikaans: ses riem), um das Wasser, das sich in kleinen Pools hier sammelt, für die Rinder und Schafe zu schöpfen. In diesem Canyon bekommt man einen imposanten Einblick in die Erdgeschichte Namibias.

Es ist unglaublich heiß bei der Wanderung in dieser Jahreszeit (Februar).




Zum Sonnenuntergang geht es auf die Elim-Düne. Es ist sehr anstrengen, die Düne zu erklimmen: man hat das Gefühl, zwei Schritte rauf, drei Schritte zurück. Aber es lohnt sich auf jeden Fall: von hier oben bietet sich ein unglaublicher Blick in die weite Landschaft.





Unglaublich ist auch der Sternenhimmel: So intensiv sieht man die Milchstraße sehr sehr selten.

Das Camp befindet sich innerhalb des Nationalparks, somit sind wir nicht auf die Öffnungszeiten angewiesen und haben die Möglichkeit, schon eine Stunde früher in den Nationalpark zu fahren, um rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf der Düne 45 zu sein. Was wiederum natürlich bedeutet: Ganz früh aufstehen, Zelt zusammenbauen und los geht es. Auch der Aufstieg auf die bis zu 300 Meter hohe Düne ist sehr anstrengend. Aber irgendwann ist es geschafft und wir werden mit einem fantastischen Rundblick über das Sandmeer der Namib zum Sonnenaufgang belohnt. Runter geht es so viel einfacher: Schuhe ausziehen und runterlaufen, ein Heidenspaß!





Anschließend ging es weiter Richtung Deadvlei, hierzu wird auf jeden Fall ein Allradfahrzeug benötigt. Eine Wanderung, ca. 20 Minuten durch Wüstensand, bringt uns zu den toten Bäumen im Deadvlei. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Landschaft sieht skurril aus. Nur alle paar Jahre füllt sich das Vlei mal mit Regenwasser.








Dieses Fleckchen Erde ist ein Paradies für jeden Fotografen: der blaue Himmel, die fast schwarzen Bäume im Kontrast zu dem Orange des Wüstensandes.

Das frühe Aufstehen hat sich absolut gelohnt, denn die Farben leuchten einmalig bei der auf- oder untergehenden Sonne. Abgesehen davon steigen die Temperaturen auch extrem an. Auf dem Rückweg bleiben wir tatsächlich im Sand stecken. Aber unser Fahrer, mein lieber Mann, hat uns geschickt wieder rausmanövriert!

Es gibt übrigens auch die Möglichkeit, einen Shuttle vom Parkplatz aus zu nehmen.

Die heutige Nacht verbringen wir auf der Sossus Oasis Campsite außerhalb des Nationalparks - inklusive nächtlicher Kampfgeräusche der Schakale.

Abends gönnen wir uns nach der Anstrengung ein Dinner in der benachbarten Sesriemlodge - dort hatte ich vorab schon einen Tisch reserviert. Allerdings zog ein Sandsturm auf und alle Gäste mussten in die Innenräume flüchten. Es war alles sehr spannend, die Angestellten arbeiteten wie die Wiesel - allerdings zu Lasten des leckeren Dinners, was normalerweise unter dem unglaublichen Sternenhimmel zu sich genommen wird.




Allgemeine Informationen


Beim Sossusvlei handelt es sich um eine von Sanddünen umgebene Salztonpfanne, "vlei" genannt. Mit ihren bis zu 300 Metern Höhe gehören sie nicht nur zu den höchsten der Welt, sondern auch zu den attraktivsten. Das Sossusvlei, Deadvlei und der Sesriem Canyon liegen im Namib Naukluft Park, dem größten Naturschutzgebiet Afrikas. Der ständig wehende Wind hat den Sand der an den Küsten entstandenen Küstendünen (vor Millionen von Jahren) landeinwärts gebrieben.


Ein Besuch ist ganzjährig möglich. Eine Empfehlung ist der Winter. Im Dezember und Januar kann es unerträglich heiß werden.


Die Tore zum Park werden ca. 1 Stunde vor Sonnenaufgang und -untergang geöffnet und geschlossen. Diese Zeit sollte man auch unbedingt nutzen, da man den schönsten Eindruck bei der aufgehenden oder untergehenden Sonne gewinnt, wenn das Licht den Sand intensiv rot färbt und alles leuchtet.


Die Straße im Park ist bis zum 2WD-Parkplatz geteert. Die letzten 5 km zum Deadvlei benötigt man ein 4WD-Fahrzeug oder man nutzt den Shuttle-Service.

Im Park selber gibt es keine Möglichkeit etwas zu essen oder zu trinken zu kaufen. Bitte denkt daran, ausreichend Wasser mitzunehmen. Der Weg auf die Düne oder zum Deadvlei kann recht anstrengend werden, vor allem bei Hitze.

Ein Permit für den Eintritt erhält man am Parkeingang oder bereits im Camp.